Was wirklich gut tut
Kluge Ratschläge können eine Menge Frust verursachen
Jetzt ist es mal wieder so weit. Zeitungen und Zeitschriften überbieten sich mit Ratschlägen, um schlank und fit den Sommer zu genießen. Also Sport muss auf jeden Fall sein, aber mindestens dreimal die Woche, damit man’s auch sieht und in Zentimetern bzw. Kilo/Gramm messen kann. Aber soviel Zeit will und kann ich nicht aufbringen, und so fange ich gar nicht erst an oder? Außerdem - was sollte ich machen? Stundenlang durch die Gegend joggen oder mich an Geräten rumquälen? Ich muss zugeben, in meiner Schul- und Studienzeit gehörte der Sportunterricht ganz und gar nicht zu meinen Lieblingsfächern. Das war notweniges Übel, und trotz Anstrengung selten von Erfolg gekrönt. Die Zeiten sind aber vorbei, und wenn ich mich jetzt sportlich betätige, dann soll es mir auch Freude bereiten. Da die Volkshochschule verschiedenste Kurse ganz in der Nähe anbietet, hatte ich mich für Callanetics entschieden, was mir auch wirklich jahrelang gut gefiel.
Aber nach mehreren Kursleiterwechseln mit entsprechend wechselnden Inhalten kam ich mir
ziemlich unterfordert vor. Also habe ich mich in anderen Kursen umgesehen und mal hier und da
eine »Probestunde«
mitgemacht, denn die kurzen Programmtexte im VHS-Buch sagen oftmals nur
wenig aus. Jetzt habe ich in einer neuen Gruppe das für mich günstige Maß an sportlicher
Aktivität gefunden. Daneben kann auch der Alltag viel Bewegung bringen. Auf Arbeit nutze ich
die Treppen statt den Fahrstuhl; für das letzte Stück Arbeitsweg steige ich nicht in den Bus,
sondern gehe zu Fuß (gebe aber zu, dass ich für den Nachhauseweg dann den Bus doch nehme), und
in Grünau bin ich mit dem Fahrrad unterwegs.
Natürlich soll man sich ja auch gesund ernähren, mindestens fünf Mahlzeiten am Tag. Habe ich
gemacht, aber mich komischerweise wohler gefühlt, wenn es beispielsweise im Urlaub mit
Halbpension nur zwei Mahlzeiten gab, was auch ausreichte. Ganz anders dagegen bei meinem Kind.
Eine Stunde nach dem Mittagessen kommt meist schon wieder die Frage, was denn noch so zu essen
da sei. Seit ich jedoch solche unterschiedlichen Essgewohnheiten akzeptiere, ist der
Familienfrieden gewahrt, das Kind weiß, wo immer was zum Essen zu finden ist, und ich esse
nicht dauernd - auch wenn’s »gesundes Grünzeug«
ist -, was mein Magen mit Wohlbefinden
quittiert.
Und unabhängig von allen möglichen Lebensmittelskandalen (wer glaubt da noch an Zufall)
kaufe ich die meisten frischen Sachen (vor allem Obst, Gemüse, Brot, Eier und Wurst) bei
Händlern der Umgebung auf dem Wochenmarkt. Was habe ich doch neulich so schön gelesen: »Der
Gleichklang Natur und Körper funktioniert so wunderbar, dass wir fast immer das am meisten
brauchen und am besten verwerten können, was in der Natur der unmittelbaren Umgebung gerade
reif wird.«
Scheint was dran zu sein, denn nur auf die sehr schönen ausländischen Äpfel
reagiere ich allergisch.
Und was ist das Fazit? Jeder sollte ausprobieren, was ihm gut tut, was
individuell ja sehr verschieden sein kann. Lassen Sie sich nichts einreden, sondern machen Sie
alles mit Freude, denn dann zeigt sich auch die gewünschte positive Wirkung. In diesem Sinne -
genießen Sie einen schönen Sommer, wozu sicherlich auch mal ein großer Eisbecher mit exotischen
Früchten und viel Sahne gehört.
lin
Spieleausleihe
Der Freizeithäuser e.V. eröffnet am 15.7.2002 seine vierte Ludothek (Spieleausleihe) im Freizeittreff Völkerfreundschaft in der Stuttgarter Allee. Für 0.50 Euro pro Tag kann man Spiele aller Art ausleihen. Jugendgruppen oder Schulklassen können nach Vorabsprache Spielestunden und Wettkämpfe durchführen. Einmal im Monat werden Spielenächte mit Wettkämpfen, einer Spielevorstellung und den in den Ludotheken geliebten Bingo in der Zeit von 19.00 - 02.00 Uhr durchgeführt.
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