Grün-As

Quartiersmanagement und Stadt informieren

Neue Projekte zur Beschäftigungsförderung auch 2010 in Grünau

Wie bereits in 2009 stehen auch in diesem Jahr wieder Fördermittel über das Programm »STÄRKEN vor Ort« in Grünau zur Verfügung. Mit diesem Programm werden Mikroprojekte bedacht, die sich mit der Verbesserung der Startchancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Erwerbsleben beziehungsweise von Frauen beim (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben befassen. Für jedes Fördergebiet (neben Grünau auch noch im Leipziger Osten und Westen) wurden spezifische Ziele festgelegt, die verstärkt durch diese Projekte erreicht werden sollen.

In Grünau sind dies unter anderem die Verringerung der Schulabbrecherquote und Erhöhung nachholender Schulabschlüsse, eine Verbesserung des Freizeitangebotes, Aus- und Weiterbildung beziehungsweise berufsvorbereitende Maßnahmen für Jugendliche und junge (allein erziehende) Mütter sowie die Förderung des Ehrenamtes. Unter diesen Prämissen wurden mit den zur Verfügung stehenden Mitteln bisher neun Projekte bewilligt: Der Kunstverein Terra Rossa e.V. vermittelt durch praktische Tätigkeit die Berufsbilder des Gärtners sowie des Keramikers an Lernförderschüler/-innen.

Kostenlose Nachhilfestunden bietet die Kindervereinigung Leipzig e.V. in der 94. Mittelschule an. Der Kinder- und Jugendverein KiJu e.V. hat sich dem Medienprojekt »Greenau Wave« angenommen, das bisher beim Quartiersmanagement angedockt war, und vermittelt zusammen mit den Jugendlichen, die sich bereits mit dem Aufbau einer Jugend-Internet- Plattform beschäftigt haben, anderen Jugendlichen Kenntnisse im Medienbereich. Dem Medienthema aus Sicht der Berufsorientierung widmet sich auch das Agricola-Institut mit seinem Projekt »Berufsorientierungskoffer«, bei dem zusammen mit Jugendlichen ein solcher Koffer medial bestückt und als Ergänzung des bisherigen Berufsorientierungsangebotes für Schüler/-innen dienen soll.

Einem ganz anderen Horizont öffnet der Urban Souls e.V., der auch Betreiber der neuen Skaterhalle Heizhaus in Grünau ist. Er will Jugendlichen zu Kursleitern für Individualsportarten ausbilden. An Schüler/- innen speziell im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) ist ein Kooperationsprojekt der Berufschulzentren 6 und 9 gerichtet, das die Voraussetzungen für die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung schaffen soll. Mit dem Thema Vermeidung von Berufsausbildungsabbrüchen wiederum beschäftigt sich der Übergänge e. V., ein Verein, bei dem einerseits Uni-Studenten mit ihrem Fachwissen potentielle Berufsausbildungsabbrecher bei der Suche nach einem anderen und für sie passenderen Beruf unterstützen wollen und gleichzeitig versuchen, bereits bei der Auswahl des Erstberufes Wunsch und Wirklichkeit durch individuelle Tests in Übereinklang zu bringen.

An alleinerziehende Frauen richtet sich ein Unterstützungsangebot des Trägers SPI in der Kita »Kinderland«, denen über die Vermittlung von Schnupper-Praktikas Hilfe beim Einstieg ins Berufsleben gegeben werden soll. Individuelle Beratungen zu Bewerbungen und Jobsuche gibt das Seminarhaus Leipzig, das an mehreren Orten im Stadtteil (unter anderem im Stadtteilladen und in der Gutburg-Bibliothek) diesen Service bereits erfolgreich anbietet. Außerdem ist als Hauptprojekt bis Jahresende der Aufbau eines zentralen Anlaufpunktes rund um das Thema Beschäftigungsförderung geplant, bei dem interessierte Bürger/-innen Angebote verschiedener Träger erfragen und nutzen können. Die Initiatoren erhoffen sich davon eine effektivere Möglichkeit, Angebote für die Bürger/-innen bekannt zu machen und damit einen besseren Überblick für die Nutzer/-innen schaffen zu können.

Nutzer/-innen der genannten Projekte müssen nach Förderbedingungen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 25 sowie junge Frauen beziehungsweise alleinerziehende Mütter sein. Interessierte können sich gern jederzeit an das Quartiersmanagement Grünau (Telefon 03 41/ 4 12 97 31) wenden. Das Programm »STÄRKEN vor Ort« wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) gefördert.

U. Kowski
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